• Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 8.00 bis 18.00 Uhr

Sterben beim Warten auf eine Blutkonserve in Essaouira

Latifa Isfaoun, 31 Jahre alt und Mutter von vier Kindern, verstarb in der Entbindungsstation des Provinzkrankenhauses Sidi Mohammed Ben Abdellah in Essaouira infolge einer Blutung. Sie starb, während sie auf Blutkonserven aus Marrakesch wartete.

Die geringe Menge, über die das Provinzkrankenhaus verfügte, konnte angesichts des Zustands der Patientin nicht helfen.

Latifa Isfaoun war jedoch nicht die einzige Patientin, die unter einer mehr als beklagenswerten Gesundheitspolitik zu leiden hatte. Abgesehen davon, dass Essaouira am Rande der gesundheitlichen Versorgung der Region existiert, fehlt der Stadt nach wie vor ein Blutspendezentrum, das den täglichen Bedarf einer Bevölkerung von 400.000 Einwohnern decken könnte. Ein unhaltbarer Zustand, der sich negativ auf die Blutspender in Essaouira auswirkt, da die Stadt ihre Bestände zwingend an das Blutspendezentrum in Marrakesch schicken muss. Dieses leitet anschließend bestimmte Mengen an die Blutbanken sowie die Krankenhäuser weiter.

Die Spende, die Entnahme und die Verwendung von menschlichem Blut werden durch das Gesetz 03-94 geregelt, das durch den Dahir Nr. 1-95-133 vom 19. Safar 1416 (18. Juli 1995) verkündet wurde. Zur Erinnerung: Marokko verfügt derzeit nur über 16 Blutspendezentren in Marrakesch, Safi, El Jadida, Rabat, Meknès, Fès, Agadir, Laâyoune, Al Hoceima, Béni Mellal, Errachidia, Ouarzazate, Oujda, Tanger, Tétouan und Casablanca.

Strukturen, die laut Gewerkschaften und Berufsverbänden weit von den erforderlichen quantitativen und qualitativen Standards entfernt sind. Die Nationale Gewerkschaft für das öffentliche Gesundheitswesen, die der FDT angeschlossen ist, hat ihrerseits die Unregelmäßigkeiten in den Blutspendezentren in Marokko aufgedeckt und auf das Defizit an personellen und logistischen Ressourcen hingewiesen.

Was den öffentlichen Gesundheitssektor in Essaouira betrifft, so krankt er weiterhin: Die Delegierte hat vor fast einem Monat ihren Rücktritt eingereicht, während der Direktor des Provinzkrankenhauses auf seine Pensionierung wartet, gleichgültig gegenüber den zahlreichen Unregelmäßigkeiten, die weiterhin das Image dieser Gesundheitseinrichtung trüben.

Lieferant / Quelle : Abdelali khallad, Libération


Abdelali khallad, Libération
Lieferant / Quelle :

Abdelali khallad, Libération

Libération est un quotidien d'informations marocain dont le siège est situé à Casablanca. Il est le quotidien en langue française de l'Union socialiste des forces populaires. Son homologue arabophone est Al Ittihad al Ichtiraki.http://www.libe.ma/pages/Nous-contacter_ap1147920.html

Essaouira