Die Händler der alten Medina von Essaouira haben mit den Straßenverkäufern noch lange nicht ausgesorgt. Letztere hören nicht auf, den Raum zu besetzen und das Leben der Händler zu erschweren, die unter einer ungünstigen Konjunktur leiden.
In der vergangenen Woche hat die Vereinigung der Händler des Boulevard Zerktouni Kontakt mit „Libé“ aufgenommen, um über die Probleme zu berichten, die etwa sechzig Händler täglich infolge der Invasion der Straßenverkäufer und der Ausbreitung von Anarchie und Kriminalität in dieser als „El Khaddara“ bekannten Geschäftsstraße erleben.
„Wir werden von unzähligen Straßenverkäufern gestört und konkurriert, die die Vorderfronten unserer Geschäfte besetzen. Die Kriminalität nimmt angesichts der Anzahl der Kunden, die am helllichten Tag angegriffen und bestohlen werden, einschließlich Touristen, ständig zu. Infolgedessen wird der Boulevard Zerktouni immer weniger von seiner Kundschaft frequentiert, die nun zugänglichere und sicherere Zentren bevorzugt“, erklärte uns ein Mitglied der Vereinigung, das sich über das Schweigen der lokalen Behörden, der gewählten Vertreter und der Sicherheitsdienste beklagt.
Zwar hatten die von den lokalen Behörden zuvor unternommenen Anstrengungen zur Ausrottung des Phänomens auf dem Boulevard Al Massira geführt, doch ohne dass diese Kampagne alle Geschäftsstraßen erreichte, einschließlich des Boulevard Zerktouni, der besonders im Monat Ramadan zur Hölle wurde.
Die Vorfälle sind recht häufig, selbst die Händler werden eingeschüchtert oder gar angegriffen, wie es vor einigen Tagen der Fall war. Die besagte Vereinigung appelliert erneut an die lokalen Verantwortlichen und behält sich das Recht vor, gegen diese unhaltbare Situation zu protestieren.
Lieferant / Quelle : Abdelali khallad, Libération